Generation Startup

Die digitale Revolution ist in vollem Gang, als ein ETH-Ingenieur beschliesst, den Kunstmarkt umzuwälzen. Dafür braucht er 450 000 Franken. Schnell.

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In der Reportage mit dem Titel “App am Start” geht es um das Gefühl einer Generation: Sein eigenes Startup zu gründen. Im Digital-Zeitalter ganz easy, könnte man denken. Die Geschichte kann auf der Seite des neu gegründeten Coup-Magazin gelesen werden.

Helden aus der Schweiz

Für Reader’s Digest schreibe ich immer wieder kürzere Portraits über Menschen, die in unserer Gesellschaft etwas “Gutes” tun, ohne Selbstzweck und ohne das Geldverdienen im Hinterkopf zu haben. Die Rubrik im Heft heisst etwas pathethisch “Helden”. Ein Kaminfeger, der Igel durch den Winter bringt, eine ältere Dame, die depressiven Menschen zuhört oder eine Therapeutin, die verhaltensgestörte Kinder mit in die Reitstunde nimmt. Eine der bislang schönsten -und ausserdem sehr aktuellen – Geschichte finde ich aber das Portrait über Simone Maurer, die Decken für Flüchtlingskinder näht:

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Wandern im Kosovo

Hilfsprojekte sollen Touristen in den Kosovo locken. Unter anderem mit einem Wanderguide für den südlichsten Zipfel des Landes. Damit sorgen die Internationalen bei den ländlichen Einwohnern für das Gefühl, dass Wohlstand erreichbar ist. Tun sie das zu Recht?

Die Reise-Reportage in Dragash erschien Anfang Oktober in der NZZ und ist auch online verfügbar. In einer längeren, multimedialen Form ist sie hier nachzulesen, als Teil eines Online-Magazins der Reportageschule Reutlingen, das übrigens für den Grimme-Online-Award 2015 nominiert war (nur leider war es das dann auch).

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Wallanders Vermächtnis

Etwas verspätet kommt diese Meldung: Aus Stockholm und London brachte ich eine Geschichte für Reportagen nach Hause. 

Den Beitrag mit dem Titel “Wallanders Vermächtnis” über die doch sehr erstaunliche No-Hierarchy-Kultur der schwedischen Handelsbank durfte bislang erst ein erlesenes Publikum lesen, nämlich die Teilnehmer des Swiss Economic Forum.

Und das wird vorerst so bleiben. Weil, wenn alle die Longform-Reportage hier umsonst lesen könnten, warum sollte dann je noch jemand dafür bezahlen?

Hier zumindest das Cover der SEF-Spezialausgabe vom 4. Juni.

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Vier Buchstaben sind die bessere Schlagzeile

Für einmal war ich nicht zum Wandern in Uri.

Sondern hörte mich um, warum ein 88-Jähriger Deutscher aus einer geschlossenen Anstalt flüchtete. Die Geschichte verfolgt eine interessante Frage, über die sich eine Debatte lohnt: Wie viel Selbstbestimmung soll man Menschen im Alter lassen, die keine Kinder haben?

Das Schicksal von Klaus Seidel schrieb Nina Poelchau im Stern/Nr. 31 vom 23.7. auf. Jetzt auch auf Stern online.

Übrigens machte die Geschichte in der Schweiz ein paar Tage später in der Watson-Neuauflage die Runde. Aufhänger natürlich nicht die oben erwähnte Frage, eher lenkte sie die Debatte in die Richtung “Nachdem die KESB bereits Familien und ihre Babys fertig machte, nimmt sie sich nun die Alten vor.” Auch darüber kann man diskutieren, doch das finde ich nicht ganz so interessant.